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Hilfe für Angehörige bei plötzlichem Herztod
Jährlich sterben in Deutschland über 65.000 Menschen am plötzlichen Herztod, darunter auch junge, scheinbar gesunde Personen unter 50 Jahren. Bei etwa 40 Prozent der Fälle sind genetische Herzerkrankungen die Ursache – mit Folgen für die Familie. Ein Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Frankfurt untersucht nun die Versorgungssituation betroffener Angehöriger.
Der plötzliche Herztod ist die häufigste Todesursache außerhalb von Krankenhäusern in Deutschland. Während bei älteren Menschen meist eine koronare Herzkrankheit (KHK) zugrunde liegt, können bei jüngeren Betroffenen genetische Herzerkrankungen, Herzanomalien, Drogen, Medikamente oder eine Herzmuskelentzündung ursächlich sein.
Trotz dieses Risikos fehlt es in Deutschland an einer flächendeckenden Versorgungsstruktur für betroffene Familien. Die medizinische und psychologische Betreuung von Risiko-Familien sei lückenhaft und weit hinter den Möglichkeiten. Schätzungsweise 2.500 Angehörige leben hierzulande mit einem familiären Herztod-Risiko. Viele von ihnen erhalten keine leitliniengerechte Untersuchung oder genetische Beratung, obwohl frühzeitige Diagnosen und Therapien Leben retten könnten.
