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03.02.2026

Mehr Verbraucherrechte bei Onlineverträgen

Mit der Billigung eines neuen Gesetzes durch den Bundesrat erhalten Verbraucher und Verbraucherinnen beim Abschluss von Onlineverträgen mehr Schutz und Transparenz. 

Künftig müssen Anbieter einen „Widerrufsbutton“ bereitstellen, Vertragsinhalte verständlich erklären und klare Fristen für den Widerruf einhalten. Die wichtigsten Neuerungen treten am 19. Juni 2026 in Kraft.

Für Anbieter von Finanzdienstleistungen gelten verschärfte Informationspflichten. Sie müssen sicherstellen, dass Kunden und Kundinnen die angebotenen Produkte und deren Risiken verstehen. Vertragsinhalte sind künftig klar und verständlich zu erläutern, ohne dass jemand durch juristische Fachbegriffe überfordert wird. Zudem können Kundinnen und Kunden im Online-Bereich eine direkte persönliche Kontaktaufnahme verlangen.

Das Gesetz führt zudem eine begrenzte Widerrufsfrist für Finanzdienstleistungen ein. Diese beträgt maximal 12 Monate und 14 Tage, sofern ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht informiert wurde. Die Regelung soll Rechtssicherheit schaffen und langwierige Rechtsstreitigkeiten vermeiden. Wurde nicht ausreichend informiert, bleibt das Widerrufsrecht weiterhin bestehen.

Eine weitere Neuerung betrifft Patientinnen und Patienten: Sie erhalten künftig einen grundsätzlichen Anspruch auf eine kostenlose erste Kopie ihrer Behandlungsakte.