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Finanzierung der Pflegeversicherung
Die Soziale Pflegeversicherung steuert 2026 auf ein Defizit von 2,8 Milliarden Euro zu, 2027 werden es voraussichtlich fünf Milliarden sein. Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) präsentiert ein Sofortprogramm, das die Finanzierung stabilisieren und die Beitragslast begrenzen soll.
Ein zentraler Kostenfaktor seien die Zuschläge zu den Eigenanteilen in Pflegeheimen, die jährlich acht Milliarden Euro kosten. Diese Leistungen belasten vor allem jüngere Generationen und Arbeitgeber. Ein weiterer Kostentreiber ist die seit 2015 geltende Ausweitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs. Um die Leistungsfähigkeit des Systems langfristig zu sichern, sollte die Pflegeversicherung ihre Leistungen stärker auf diejenigen konzentrieren, die sie tatsächlich benötigen. Dazu gehöre eine Neuausrichtung des Begutachtungsverfahrens an den ursprünglichen Expertenempfehlungen.
Das Programm sieht außerdem vor, dass die Ausgaben der Pflegeversicherung künftig nicht schneller wachsen dürfen als die Einnahmen. Alternativ könnten die Leistungsausgaben festgeschrieben werden, was sogar zu einer Senkung des Beitragssatzes führen könnte. Die Gesetzliche Pflegeversicherung bliebe damit ein Teilleistungssystem, das durch zusätzliche private Vorsorge ergänzt werden müsse.
Der PKV regt an, Aufwendungen zur Absicherung der sogenannten Pflegelücke künftig als Teil der betrieblichen Altersvorsorge steuerlich und sozialabgabenrechtlich zu berücksichtigen. Dies könnte über Entgeltumwandlung, tarifvertragliche Lösungen oder direkte steuerliche Förderung erfolgen.
Für Verbraucher wird es zunehmend wichtig, die Lücken der gesetzlichen Pflegeversicherung durch private Zusatzvorsorge zu schließen. Eine private Pflegezusatzversicherung kann helfen, die finanziellen Risiken im Pflegefall abzusichern und die Eigenbeteiligung zu begrenzen. Angesichts der demografischen Entwicklung und der wachsenden Pflegekosten ist eine frühzeitige Absicherung ratsam. Wir beraten Sie dazu gerne.
