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Betreuungsbehörden kämpfen mit Personalmangel
Die rechtliche Betreuung von hilfsbedürftigen Menschen in Deutschland steht vor wachsenden Herausforderungen. Eine aktuelle Befragung des Bundesjustizministeriums zeigt: Die meisten Betreuungsbehörden haben Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu gewinnen.
Die rechtliche Betreuung von Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können, ist in Deutschland zunehmend gefährdet. Wie aus einer aktuellen Stellungnahme der Bundesregierung hervorgeht, berichten die meisten Betreuungsbehörden von erheblichen Problemen bei der Gewinnung von Betreuungskräften. Eine Online-Befragung des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) habe ergeben, dass die Personalnot bundesweit ähnlich ausgeprägt sei – unabhängig davon, ob es sich um ländliche Regionen oder Städte handle.
Mit dem Kosten- und Betreuervergütungsrechtsänderungsgesetz, das am 1. Januar 2026 in Kraft trat, hat der Gesetzgeber bereits auf „erhebliche Anwendungsprobleme“ der Reform von 2023 reagiert. Ziel war es, die Regelungen zu vereinfachen und die Arbeit der Betreuer:innen zu erleichtern. Dennoch bleibt die Frage, ob diese Maßnahmen ausreichen, um die Versorgung langfristig zu sichern.
Für Verbraucher:innen ist die rechtliche Betreuung nicht nur eine Frage der Versorgung, sondern auch des Schutzes. Betreute Personen benötigen oft eine umfassende Absicherung, etwa durch Vorsorgevollmachten oder Betreuungsverfügungen. Gleichzeitig sollten Betreuer:innen selbst über einen ausreichenden Haftpflichtschutz verfügen, um im Falle von Fehlentscheidungen abgesichert zu sein. Wir beraten Sie dazu gerne.
