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06.03.2026

Ehegattensplitting bremst Frauen nach der Kinderphase aus

Fast die Hälfte der teilzeitbeschäftigten Frauen ab 45 Jahren gibt an, dass sich eine Ausweitung der Arbeitszeit finanziell nicht lohnt. 

Das Ehegattensplitting wirkt hier als Hemmnis – eine Reform könnte nicht nur die Erwerbstätigkeit steigern, sondern auch die Altersvorsorge von Frauen verbessern. Das zeigt eine aktuelle Erhebung der Bertelsmann Stiftung. 

Knapp 50 Prozent der teilzeitbeschäftigten, verheirateten Frauen zwischen 45 und 66 Jahren geben an, dass sich eine Aufstockung der Stunden für sie finanziell nicht rechnet. Unter den Nichterwerbstätigen in dieser Altersgruppe sind es immerhin noch 35 Prozent, für die sich eine Rückkehr in den Beruf nicht lohnt.

Das Problem: Das Ehegattensplitting begünstigt vor allem Haushalte, in denen ein Partner das Haupteinkommen erwirtschaftet und der andere – meist die Frau – nur geringfügig oder gar nicht erwerbstätig ist. Sobald Frauen ihre Arbeitszeit erhöhen, schrumpft der steuerliche Splittingvorteil, und vom Mehrverdienst bleibt netto nur wenig übrig. Die Folge: Viele bleiben in Teilzeit oder Minijobs, obwohl sie gerne mehr arbeiten würden.

Viele Frauen in Teilzeit oder Minijobs sind nur unzureichend sozialversichert. Sie zahlen kaum in die Renten-, Arbeitslosen- oder Krankenversicherung ein, was langfristig zu Altersarmut und Versorgungslücken führen kann. Wir beraten Sie gerne zu allen Vorsorgethemen.