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13.03.2026

Energiepreise treiben Inflation und dämpfen Wachstum

Die deutsche Wirtschaft wächst 2026 langsamer als erwartet, da der Iran-Krieg die Energiepreise in die Höhe treibt und die Inflation anheizt. 

Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Wachstumsprognose für Deutschland gesenkt. Für 2026 wird nun ein BIP-Wachstum von 0,9 Prozent erwartet, für 2027 von 1,2 Prozent. Gegenüber der Dezember-Prognose bedeutet dies eine leichte Abwärtskorrektur. Hauptgrund ist der eskalierende Iran-Konflikt, der seit Ende Februar zu einer faktischen Blockade der Straße von Hormus geführt hat. Da durch diese Meerenge etwa 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gaslieferungen transportiert werden, stiegen die Rohstoffpreise stark an: Öl erreichte zwischenzeitlich 108 Dollar je Barrel, Gasnotierungen verdoppelten sich auf über 50 Euro je Kilowattstunde. In der Folge verteuerten sich in Deutschland Kraftstoffe um bis zu 17 Prozent. Die höheren Energiepreise belasten sowohl die Industrie als auch private Haushalte. 

Für Verbraucher bedeutet die aktuelle Entwicklung vor allem höhere Lebenshaltungskosten und eine sinkende Kaufkraft. Steigende Preise für Energie, Nahrungsmittel und Transport können die finanzielle Planung erschweren und die Fähigkeit mindern, private Vorsorge und Versicherungen zu finanzieren. Besonders Haushalte mit geringen Einkommen sind betroffen, da sie einen größeren Anteil ihres Budgets für Grundbedürfnisse aufwenden müssen.