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Versicherungsbranche fordert weniger Bürokratie
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) warnt vor übermäßiger Bürokratie und fordert gezielte Reformen, um die Branche im globalen Wettbewerb zu unterstützen.
Europas Versicherer ermöglichen es Haushalten und Unternehmen, komplexe Risiken abzusichern, und investieren jährlich Milliarden in die Realwirtschaft. Allein in Deutschland regulieren Versicherer Schäden in Höhe von durchschnittlich 130.000 Euro pro Minute und legen jährlich 200 bis 300 Milliarden Euro neu an – über 70 Prozent davon in der Eurozone. Damit tragen sie direkt zur Stabilität und zum Wachstum der europäischen Wirtschaft bei, so der GDV.
Vor dem Hintergrund des anstehenden EU-Gipfels zur Wettbewerbsfähigkeit Europas und zur Stärkung des Binnenmarkts, fordert der GDV gezielte Maßnahmen zur Entlastung der Branche. Ein zentrales Anliegen ist die Vereinfachung der Regulierung. Der GDV schlägt vor, Berichtspflichten und administrative Anforderungen zu reduzieren sowie Überschneidungen zwischen verschiedenen Regelwerken – etwa in den Bereichen Digitalisierung und Cybersicherheit – abzubauen. Zudem sollten die Anforderungen für kleine und mittlere Versicherer proportional angepasst werden, da ein einheitlicher Ansatz („one size fits all“) der Vielfalt der Unternehmen nicht gerecht werde.
Für Verbraucher bedeutet eine wettbewerbsfähige und gut regulierte Versicherungsbranche langfristig stabile und innovative Versicherungslösungen. Eine effiziente Regulierung kann dazu beitragen, dass Versicherer ihre Produkte kostengünstiger anbieten und gleichzeitig die notwendige Sicherheit für komplexe Risiken – etwa im Bereich Cyber oder Klimawandel – gewährleisten können.
