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Fehlinformationen zu psychischen Erkrankungen auf Social Media
Wer sich auf der sozialen Medien über psychische Gesundheit informiert, riskiert falsche Selbstdiagnosen oder verzögert notwendige Therapien.
Die Darstellung psychischer Erkrankungen auf vielen Social-Media-Kanälen ist in den meisten Fällen unzuverlässig. Das zeigt eine Studie der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LVR-Universitätsklinik Essen und der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Von den analysierten Inhalten waren nur knapp 20 Prozent korrekt.
Besonders problematisch sei, dass Videos von Laien oder sogenannten „Coaches“ häufig unzureichend recherchiert und irreführend sind. Im Gegensatz dazu schnitten Inhalte von Fachleuten wie Ärztinnen, Psychologinnen oder Psychotherapeutinnen deutlich besser ab – sowohl in puncto Richtigkeit als auch wissenschaftlicher Qualität. Die Studie unterstreicht damit, wie wichtig es ist, dass sich Nutzerinnen und Nutzer bei gesundheitlichen Fragen auf seriöse Quellen verlassen.
