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19.05.2026

Sicherheit automatisierter Fahrzeuge

Virtuelle Tests und Simulationen gewinnen bei der Sicherheitsprüfung automatisierter Fahrzeuge an Bedeutung. TÜV-Verband, DEKRA und die Société Générale de Surveillance (SGS) fordern in einem gemeinsamen Positionspapier klare Regeln, um die Unabhängigkeit der Prüfverfahren zu gewährleisten.

Automatisierte Fahrfunktionen erfordern neue Ansätze in der Fahrzeugtypprüfung. Neben klassischen Tests auf Prüfständen und Teststrecken kommen zunehmend Simulationen und szenariobasierte Verfahren zum Einsatz, um die Sicherheit hochautomatisierter Fahrzeuge zu bewerten. Dabei werden die Fahrzeuge virtuell mit verschiedenen Verkehrssituationen konfrontiert, etwa mit plötzlich auftretenden Hindernissen oder riskantem Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer.

Der TÜV-Verband, DEKRA und SGS betonen, dass Entwicklung, unabhängige Sicherheitsprüfung und behördliche Genehmigung klar voneinander getrennt bleiben müssen. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Prüfmaßstäbe nicht von den Entwicklern selbst festgelegt werden. Die Rollenverteilung soll nach dem bewährten System der europäischen Typgenehmigungsverordnung bleiben: Hersteller entwickeln die Systeme, unabhängige Technische Dienste prüfen sie, und staatliche Behörden entscheiden über die Genehmigung.