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02.06.2026

Schattenwirtschaft in Deutschland wächst

Die Schattenwirtschaft in Deutschland hat 2024 weiter zugenommen und erreicht nun 11,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Dies geht aus dem aktuellen Bericht der Bundesregierung über die Bekämpfung illegaler Beschäftigung hervor. 2023 lag der Anteil noch bei 10,1 Prozent, 2022 bei 9,7 Prozent und 2021 bei 9,2 Prozent.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) der Zollverwaltung hat ihre Personalstärke in diesem Zeitraum von 7.770 auf 9.477 Stellen erhöht, während die Zahl der Arbeitgeberprüfungen deutlich zurückgegangen ist: von 48.064 im Jahr 2021 auf 25.274 im Jahr 2024. Auch die eingeleiteten Ermittlungsverfahren wegen Straftaten sanken von 120.345 auf 96.813. Die Summe der erwirkten Freiheitsstrafen (in Jahren) verringerte sich von 1.624 auf 1.277, wobei sie 2023 bei 987 lag. Gleichzeitig stieg die Zahl der Ermittlungsverfahren wegen Ordnungswidrigkeiten von 40.462 auf 46.475.

Illegale Beschäftigung kann zu Lücken in der Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung führen, was langfristig die Absicherung im Alter oder bei Arbeitsunfähigkeit gefährdet. Zudem können Versicherungsnehmer, die auf Schwarzarbeit zurückgreifen, im Schadensfall Probleme mit ihrer Haftpflicht- oder Berufsunfähigkeitsversicherung bekommen, da solche Tätigkeiten oft nicht abgedeckt sind.