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Geschlechterunterschiede bei Demenz: Studie zeigt Einfluss von Alter und Bildung
Verhaltens- und psychische Symptome wie Unruhe oder Schlafstörungen belasten Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.
Bis zu 90 Prozent aller Demenzkranken entwickeln im Krankheitsverlauf Verhaltens- und psychische Veränderungen. Diese Symptome sind mit einem beschleunigten körperlichen Abbau, erhöhter Pflegebelastung und einem gesteigerten Risiko für eine Heimeinweisung verbunden. Bisherige Studien konzentrierten sich vor allem auf Betroffene in Pflegeeinrichtungen. Eine aktuelle Studie des Digitalen Demenzregisters Bayern (digiDEM) an der FAU Erlangen-Nürnberg schließt diese Lücke. Zunächst schienen Männer stärker betroffen zu sein als Frauen. Doch bei Berücksichtigung von Alter, Bildungsgrad und Schwere der Demenz verschwanden diese Unterschiede vollständig.
Die Ergebnisse zeigen: Nicht das Geschlecht, sondern soziale und medizinische Faktoren wie Alter und Bildung sind entscheidend für die Ausprägung der Symptome. Da die meisten Demenzkranken den Großteil ihrer Erkrankung zu Hause verbringen, wird die häusliche Versorgung angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger. Für Angehörige ist es ratsam, sich frühzeitig über Unterstützungsangebote der Pflegeversicherung zu informieren, um die bestmögliche Versorgung sicherzustellen.
