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24.02.2026

Strengere Sicherheitsregeln für Transport und Lagerung von Lithium-Batterien und E-Autos gefordert

Lithium-Batterien sind zur häufigsten Brandursache auf Containerschiffen geworden. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verlangt deshalb klarere Vorschriften, um Risiken zu begrenzen – auch für Versicherte und Lieferketten.

Lithium-Batterien in Smartphones, E-Autos und Speichersystemen haben sich im weltweiten Güterverkehr zur Brandursache Nummer eins entwickelt. Besonders auf See und in Logistikzentren steigt mit den wachsenden Transportmengen auch das Risiko schwer kontrollierbarer Brände. Der GDV fordert in einem aktuellen Positionspapier strengere und klarere Sicherheitsregeln für den Umgang mit Lithium-Batterien und E-Autos.

Das größte Problem sei der sogenannte Thermal Runaway: Eine Kettenreaktion in der Batterie, die Brände explosionsartig verstärken und selbst nach Tagen erneut aufflammen lassen kann. Solche Brände sind extrem schwer zu löschen, setzen giftige Gase frei und können ganze Schiffe oder Lagerhallen zerstören. Internationale Schadenmeldesysteme bestätigen, dass Lithium-Batterien inzwischen zu den häufigsten Brandursachen auf Frachtschiffen zählen.

Der GDV verlangt für den Seetransport, dass Container mit Lithium-Batterien oder E-Autos nicht dicht nebeneinander und nicht in der Nähe von Maschinenräumen oder auf den obersten Decks gelagert werden. Zudem sollten Batterien nur noch mit begrenztem Ladezustand verschifft werden, um die Brandgefahr zu reduzieren. An Land fordert der Verband klar abgegrenzte Lagerbereiche, bauliche Trennungen und ausreichend Abstand zwischen Containern und Fahrzeugen.